Konkret handelt es sich beim Panda-Update um einen Filter, der regelmäßig auf den gesamten Google-Index angewendet wird und die Sichtbarkeit minderwertiger Websites deutlich reduziert, also deren Rankings in den Suchergebnisseiten deutlich verschiebt. Die Algorithmusänderung wurde erstmals am 23. Februar 2011 im US-Suchmarkt eingeführt und dann am 11. April 2011 weltweit für alle Suchanfragen in englischer Sprache eingeführt. Am 12. August 2011 wurde die Änderung des Ranking-Algorithmus weltweit für alle verfügbaren Sprachen außer Chinesisch, Japanisch und Koreanisch übernommen. In diesem Zusammenhang spricht man von der weltweiten Veröffentlichung des Google Panda Updates.
Namensgeber der Algorithmusänderung ist nicht, wie oft angenommen, der Panda Bear, sondern der Google-Ingenieur Navneet Panda, dessen Beitrag maßgeblich für die Fertigstellung dieses Filters verantwortlich war
Was macht die Algorithmusänderung so besonders?
Im Vergleich zu früheren Algorithmus-Änderungen betrifft das Panda-Update die Rankings einer ganzen Website oder ihrer Teilbereiche, während vergangene Updates nur einzelne (Unter-)Seiten betrafen.
Der Einfluss der Algorithmusänderung auf Suchanfragen beträgt laut Google ca. 12% für alle englischsprachigen Anfragen und ca. 6 – 9% für alle anderen Sprachen. Damit hatte das Panda-Update bei einer enormen Anzahl von Websites eine deutlich spürbare Wirkung.
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Was ist das Ziel des Panda-Updates?
Mit dem Panda Update versucht Google, seinen Algorithmus so zu gestalten, dass Websites belohnt werden, die hochwertigen Inhalt und Mehrwert für den Nutzer bieten. Seiten mit minderwertigem oder nutzlosem Inhalt werden bestraft. Auf diese Weise sollen Nutzern der Suchmaschine informativere und passendere Suchergebnisse angezeigt werden.
Welche Auswirkungen hat das Google Panda-Update?
Seiten, die für den Nutzer keinen Mehrwert darstellten, wurden vom Panda Update getroffen. Darunter waren überwiegend sogenannte Content-Farmen, bei denen der quantitative Inhalt im Vordergrund stand und Seiten mit leeren Inhalten, die ausnahmslos zur Herstellung interner Links verwendet wurden.
Betroffen waren auch Portale, die viele Unterseiten zu einem Schlagwort erstellten und Schlagwortvarianten desselben Themas verwendeten. Google stuft solche Texte in der Regel mit zu hoher Ähnlichkeit und damit als Duplicate Content ein.
Der neue Algorithmus identifiziert durch das Panda Update Seiten mit einem hohen Verhältnis von Werbung zu Inhalt. Seiten, die von Google positiv auf einen hohen Werbeanteil analysiert wurden, wurden von der Suchmaschine mit einer Verschlechterung der SERPs oder in besonders schweren Fällen sogar mit einem Ausschluss aus den SERPs bestraft.
Online-Tools, die versuchen, die Bewertung von Google zu verstehen, stellten direkt einen Tag nach dem Einspielen des Updates mit einem eigenen Sichtbarkeitsindex die größten Verlierer dar und zeigten damit, dass einige Websites eine Veränderung von bis zu 86% hinnehmen mussten. Das Panda Update kam hauptsächlich Medien und Nachrichtenseiten zugute. Gerade bei den Profiteuren des Panda-Updates ist nicht belegt, ob sie direkt vom Update profitieren oder von der Verschlechterung der von den Neuerungen betroffenen Konkurrenten.
Laut Google betraf das Panda-Update 12% aller englischsprachigen Suchergebnisse. Ein ähnlicher Wert wird in der Regel für den deutschsprachigen Raum erreicht.
Panda 4.0
Ende Mai 2014 hat Google die vierte Version des Panda-Updates ausgerollt. Während die Updates und der erste Launch der Pandas einzeln erfolgten, war es 2014 eine Premiere, dass das Payday Loan Update sehr zeitnah ausgespielt wurde. Für Webmaster und SEOs stellte sich dabei oft die Frage, welche der beiden Algorithmus-Anpassungen eine Ranking-Änderung bewirkt haben könnte. Doch während sich das Payday Loan Update hauptsächlich auf sehr spam-anfällige Suchanfragen und Spam-Techniken bezog, war das Panda Update 4.0 wohl eine konsequente Weiterentwicklung des Vorgängers: die Verbesserung der Qualität der Suchergebnisse.
Nach dem Rollout des Updates wurden folgende Effekte festgestellt:
- Websites, die zuvor stark vom Panda-Update betroffen waren, konnten ihre Sichtbarkeit wieder steigern, konnten aber nicht das Niveau vor dem Panda 2011 erreichen
- Websites mit vielen redaktionellen Inhalten haben ihr Ranking massiv gesteigert
- Onlineshops waren von den Änderungen kaum betroffen
- Es wurde vermutet, dass Panda 4.0 viele Pressemitteilungen-Websites bestraft, aber an anderen Stellen widersprochen hat
Generell ist davon auszugehen, dass die teilweise moderaten Ranking-Veränderungen zum einen darauf zurückzuführen sind, dass Google die SERP bereits mit dem ersten Panda-Update ordentlich aufgeräumt hat und das Unternehmen aus Mountain View endlich die Weichen für weitere signifikante Algorithmen gestellt hat ändert sich mit der vierten Version.
Panda 4.1
Das von searchengineland.com Panda 4.1 getaufte Update wurde in der Woche vor dem 26. September 2014 ausgerollt, wie der Google-Mitarbeiter Pierre Far mitteilte. Der gesamte Rollout hatte fast zwei Wochen gedauert und sollte zwischen 3 und 5 % aller Suchanfragen weltweit betreffen. In seinem Posting auf Google+ erklärte Far auch, dass das neue Google Panda-Update minderwertige Inhalte noch besser erkennen kann. Far führt diese Verbesserung dem Feedback von Webmastern und Benutzern zu. Die Aussage könnte auf die Möglichkeit hinweisen, dass Google-Nutzer mit einem Screenshot der Suchschnipsel direkt Feedback zu den Suchergebnissen geben können.
Eine wichtige Neuerung in Panda 4.1 betrifft kleine und mittelgroße Seiten, die qualitativ hochwertige Inhalte liefern. Denn diese sollen laut Far vom neuesten Panda-Update profitieren.
Mit dem Rollout von Panda 4.1 sollten auch die Seiten, die von Panda 4.0 betroffen waren und seither Fehler wie Thin Content behoben haben, von einer Strafe befreit worden sein.
Indirekt kann dies bedeuten, dass alle Websites dringend ihre Inhalte optimieren müssen, auf die alle Panda-Updates negative Auswirkungen wie Sichtbarkeits- und Rankingverlust hatten und die sich nach Panda 4.1 nicht erholt haben.
Faktoren, die das Panda Update bestraft:
Um festzustellen, welche Seiten positiv und welche negativ bewertet werden, nutzt der Suchmaschinenanbieter verschiedene Faktoren. Google listet einige der Gründe für die Bestrafung auf, vermeidet es jedoch, auf die Faktoren im Detail einzugehen. Die Untersuchungen vieler SEO-Experten haben ergeben, dass folgende Fehler in großer Zahl zu einer Strafe führen können:
- Zu wenig Unique Content:
Google mag die Verwendung von Duplicate Content, sogenannter Duplicate Content, nicht. Seiten, die zu wenig Unique Content enthalten, verlieren durch das Panda Update an Wert. Darunter fallen beispielsweise Seiten, die große Teile oder komplette Inhalte von anderen (eigenen) Websites übernehmen – insbesondere dann, wenn sie nur generiert wurden, um verschiedene Variationen eines Keywords abzudecken. - Das schlechte Verhältnis von Content zu Boilerplate Content:
Google stuft die Seiten in Bezug auf den Umfang der eigentlichen Inhalte im Vergleich zum Website-Template (Fußzeile, Navigation etc.), weiterführende Links, Werbung und ähnliches als unterlegen ein. - Leere Seiten:
Auch Seiten ohne sinnvollen Inhalt werden vom Panda Update bestraft, zB Websites, die nur Links zu anderen Seiten haben (Directory Sites). - Zu viele Anzeigen:
Seiten mit zu vielen Anzeigen im Verhältnis zum Inhalt verlieren an Wert. - Automatisch generierte Inhalte:
Websites, die automatisch generierte Inhalte anbieten, oft in Verbindung mit Affiliate-Links, gelten als negative Seiten. - Schlechte Lesbarkeit und schlechte Qualität des Textes:
Inwieweit Google die Lesbarkeit und Qualität eines Textes tatsächlich beurteilen kann und dies in das Update einfließt, ist umstritten. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass Faktoren wie Struktur und Formatierung, aber auch leichte Lesbarkeit und Übersichtlichkeit von Panda berücksichtigt werden. - Negative Nutzerdaten:
Einige Untersuchungen legen nahe, dass Google-Signale in das Panda-Update einfließen können. So zählen beispielsweise die Click-Through-Rate, die Absprungrate, die Verweildauer und einige andere Werte zu den Faktoren, die im Panda Update ausgewertet werden. - Schlechte Backlinks:
Spätestens seit dem neuesten Panda-Update des Algorithmus (Panda 4.1) gibt es Hinweise darauf, dass auch Backlinks oder Linktexte beim Panda-Update eine Rolle spielen.
Viele Updates des Updates brachten deutliche Veränderungen im Ranking mit sich. Worauf das Panda Update konkret reagiert hat, ist schwer zu bestimmen. In der Regel wurden in der Vergangenheit ganze Domains bestraft, wenn sie zu viele minderwertige Unterseiten enthielten. Gleichzeitig verbesserte sich dadurch das Ranking von Seiten mit guten Inhalten. Vor allem nach dem Panda 4.0 haben sich viele Seiten, die von einem früheren Panda-Update betroffen waren, erholt und sind im Ranking wieder aufgestiegen. Einige Tool-Betreiber stellten auch fest, dass beispielsweise Content-Aggregatoren, die wenig eigene Inhalte bereitstellen, bestraft wurden.
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